Diver’s Paradise – Ferien in Holland?
Nein, nicht ganz, ja doch, ein wenig Holland in Übersee 🙂 Unsere letzten Ferien haben wir nochmals auf Curaçao und Bonaire verbracht (nach 2019). Das sind zwei, der 3 ABC Inseln. Aruba, die kleinste Insel haben wir bisher noch nicht besucht. Die Inseln liegen nördlich von Venezuela und nicht im klassischen Sinn in der „Karibik“, wenn man sonst an Karibik denkt….

Die Anreise aus Europa gelingt ausschliesslich mit KLM und das lässt schon auf eine enge Verbindung mit den Niederlanden schliessen. Historisch haben Curaçao und Bonaire unterschiedliche Geschichten, gemeinsamer Nenner ist auf den ersten Blick die holländische Sprache…doch nicht bei den Einheimischen, sondern bei den Touristen-betreuenden Personal in den Resorts, Geschäften, Restaurants.
Aruba und Curacao verstehen sich als autonome Landesteile des Königreichs der Niederlande, Bonaire sogar als Teil der Parlamentarischen Monarchie im fernen Europa. Die Währung auf Curaçao, gemeinsam mit St.Marteen, ist der Antillen-Gulden.
Bonaire gehört mit Sint Eustatius und Saba (auf Saba ist übrigens Hollands höchster Berg!) zu den BES-Inseln („besondere Gemeinden“), obwohl diese doch ein paar Kilometer auseinander liegen.
Doch die Menschen auf diesen Inseln sind mit der holländischen Mundart nicht sehr vertraut, denn ihre Landessprache hat kreolische Wurzeln und heisst Papiamento. Und wenn jemand einen Feriengast mit den Worten „Bon Bini“ begrüsst, dann heisst das schlicht „Hallo“.
In diesem Sinne – Bon Bini!
Unsere Reise beginnt in Zürich, via Amsterdam geht es danach direkt nach Curaçao. Ein Business-Upgrade beschehrt uns Eintritt in diverse Lounges in AMS und so überbrücken wir die Zeit mit Essen, Trinken und Geniessen. Ein perfekter Start in die Ferien.
Spoiler (da wussten wir auch noch nicht, dass ein Gepäck abhanden kommen wird)





Im Flugzeug geht es ungefähr so weiter, wir werden bestens umsorgt und es fehlt an nichts. Die Sitze sind sehr bequem und tatsächlich finde ich die Business-Class Sitze und Entertainment von KLM in der 777-300ER etwas besser.
Die Flugzeit beträgt etwas über 10 Stunden. Wir sind mit einer Verspätung los, bekommen unser Essen, viel zu Trinken und nach einem langen Movie Marathon landen wir bei Dunkelheit ca. 21 Uhr. Endlich angekommen!
Da ich nicht lange anstehen wollte, bin ich sofort los mit meinem Koffer zum Avis Mietwagenschalter. Carmen wartete (noch sehr lange…) auf ihren Koffer.
Eine nette Dame nimmt meine Anfrage entgegen, doch was ist los? Sie findet meine Reservierung nicht! Gut vorbereitet zeige ich ihr die Buchungsnummer nochmal – nichts! ok, was läuft falsch? Jap…den Mietwagen habe ich wohl auf Aruba gebucht! nicht Curaçao..nicht im Ernst:/..doch Glück im Unglück, bin ich der erste am Schalter und bekomme den letzten Wagen in der Klasse, nice! Was mit der Buchung in Aruba geschehen wird, wusste keiner so recht..Komplettbetrag bei Stornierung sei fällig…das zumindest sagen die Vertragsbedingungen…aber ums vorweg zu nehmen, es wurde mir bis dato dafür nichts verrechnet, Danke Avis:)
Perfekt, das lief alles nochmal glatt und wo ist Carmen? Es sind mittlerweile alle durch den Zoll und der Trubel in der Arrival Halle hat sich gelegt, auch das Hells Angels Caribbean Empfangskomitee war abgezogen. Aber noch keine Spur von Carmen…doch dann ein Whatsapp. Sie ist ohne Koffer und muss ein Verlustformular ausfüllen…WTF. Danke KLM! Damit begann die Koffer-Odyssee, die erst 24 Tage später enden sollte.
Die Stimmung geht bei sowas ziemlich schnell in den Keller, aber anfangs ist man noch zuversichtlich und optimistisch. Erstmal ankommen und sortieren. Ab mit dem kleinen Flitzer Richtung Nordwest zum Coral-Estate-Resort. Durch die kommulierten Verzögerungen waren wir hier auch 2.5 Stunden später angekommen. Aber es war zum Glück auch so späht noch jemand an Rezeption und nahm uns in Empfang. Mit einem Koffer rollten wir Richtung Appartment, der lange Tag hat Spuren hinterlassen – good night, see u tomorrow!

Der nächste Tag war schnell da und natürlich beschäftigte uns der Koffer. Trotzdem erstmal runter ans Meer und eine runde Schwimmen, herrlich.

Nach einer Dusche und Frühstück ging es weiter in der Planung, die Tauchbasis war das nächste Ziel. Wir erledigten den Papierkram und wegen des fehlenden Equipments mussten wir noch Carmens komplette Ausrüstung ausleihen. Die Dive-Base war etwas „speziell“, die Madame bestand auf sofortige Bezahlung und liess nicht mit sich diskutieren, obwohl wir ja mehrere Tage Aufenthalt haben und auch weitere Tauchgänge geplant waren. Man fühlte sich irgendwie nicht so wirklich willkommen, schade. Die Tauchgänge am Hausriff waren aber sehr schön.
Am dritten Tag sind wir dann über die Insel gefahren und haben einiges erlebt. Von verlassenen Ruinen, über einen Wild-Trek zu einem einsamen Beach, Snörkele mit Törtele, bis hin zu Livemusik in Willemstad. Ein genialer Tag!




























Nach 4 Tagen auf Curaçao war es an Zeit einen Koffer zu packen (leider hat es KLM nicht geschafft uns den fehlenden Koffer zu liefern, noch wusste man wo er ist… An dieser Stelle muss man wirklich mal sagen, dass man in so einem Fall total verloren ist. Von einer Hotline zur anderen, keiner ist zuständig, man wird von A nach B geschickt. Es war sehr enttäuschend.)
Mit DIVI-DIVI-AIR ging es weiter nach Bonaire! Unser eigentliches Ziel – Divers Paradise! – diesmal ohne Gepäckverlust oder sonstigen Überaschungen 🙂 Auch der Mietwagen war korrekt gebucht und mit diesem fuhren wir direkt zum Delfins-Beach.
Mittlerweile ist das Resort gewachsen, wow, es ist wahnsinn wieviel man in 3 Jahren bauen kann! Es war dann auch so, dass wir ein Apartment im hinteren Teil der Anlage bekommen, nicht wie erwartet vorne in Strandnähe..aber ja, so ist das mit den Erwartungen und der Vorfreude. Alles in Allem waren wir aber zufrieden und arrangierten uns mit der Situation. Für alle die planen Urlaub im Delfins zu machen, schaut euch die Map an und versichert euch, in welchem Gebäude ihr seid 🙂
Nichtsdestotrotz ist das Delfins-Beach ein Resort der Extraklasse mit einem wunderschönen Stand, super Lage, top Infrastruktur und mit den Divefriends-Bonaire auch eine spitzen Tauchbasis. Als erstes meldeten wir uns dort auch an und sind dann auch endlich auf Bonaire angekommen. Wir geniessen den Sonnenuntergang am Strand und freuen uns auf die nächsten Tage.












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